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Generalversammlung 2026
Unsere nächste 4. Generalversammlung findet am Freitag, 29. Mai 2026 ab 18.00 Uhr im Hotel Seebüel statt.
Verein Seevogel Davos
Jahresbericht des Präsidenten anlässlich 4. GV vom 29.5.2026
Das grosse Ereignis des vergangenen Vereinsjahres waren die ersten eigenen Gössel. Die erste Brut vom Frühling endete zwar noch erfolglos. Doch die Gänse begannen unverdrossen erneut Eier zu legen und tatsächlich auch auszubrüten. Am 29. Juni schlüpften die 4 gelben Knäuel, bestens umsorgt von allen drei ausgewachsenen Gänsen. Bereits im Alter von zwei Wochen durften die kleinen mit ins Freie und trauten sich nach kurzer Zeit auf den See.
Nachdem die Enten im letzten Frühling auf dem Rückweg aus dem noch tief liegenden See von einem Fuchs erbeutet wurden, konnten wir später drei neue Pommernenten kaufen. Zwei Enten und einen Erpel.
Ein trauriger Tag war der 10. November 2025: Eine der jungen Gänse wurde auf der Weide von einem Hund gerissen. Die grosse Freiheit, welche unsere Gänse und Enten geniessen birgt bekannterweise ein gewisses Risiko. Unverständlich ist für mich, dass der Hundehalter das schwer verletzte Tier einfach liegen gelassen und sich nicht gemeldet hat.
Die Sanierungsarbeiten der Gemeinde am Kanal, im Bereich der Wasserentnahme für unseren Stall, sowie einige starke Gewitterregen, welche den Wasserstand im Kanal stark ansteigen liessen, führten zu mehreren Ausfällen bei der Pumpe. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Firma „Eisenwaren Kaufmann“ konnten wir nun einen Pumpentyp finden, der dieser Belastung standhält.
Jan Kindschi hat, wie an der letzten Versammlung angekündigt, die Ablaufrohre isoliert. Dank dieser Massnahme, sowie dank der grösseren Wassermenge, welche durch die neue Pumpe durch die Becken gepumpt wird, ist weder die Zuleitung noch der Abfluss eingefroren im vergangenen Winter. Dadurch konnten die Tiere den ganzen Winter in ihrem Zuhause bleiben.
Bereits Ende Dezember haben die Gänse wieder begonnen Eier zu legen. Solange die Nachttemperaturen im Stall zu tief sind, können wir die Gänse noch nicht brüten lassen. Deshalb werden Gänse- und Enteneier täglich entnommen. Eine gewisse Menge dieser Eier hat das Hotel „Alpengold“ gekauft. Weitere Eier verkaufen wir in unserem Hofladen. Dabei werden wir 1. - Franken pro Ei auf das Konto des Vereins einzahlen.
Seit dem 12. April 2026 dürfen die Gänse und Enten nun wieder auf die Weide. Vorerst nur in einem kleinen Zaun, der ihnen den Zugang zum See versperrt, bis der Wasserstand wieder hoch genug ist, dass sie nicht über die lange Uferböschung hinunter und hinauf müssen.
Am Gebäude sind zwei Verbesserungen nötig: Es braucht einen Bodenablauf, damit - falls die Becken überlaufen (z.B. wenn der Ablauf verstopft) - das Wasser wieder unverzüglich abgeleitet werden kann. Und zum zweiten müssen wir das Innenblatt der Tür ersetzen. Die eingesetzte Tür ist nicht geeignet für den Einsatz in diesem feuchten Milieu. Dieser Umstand, sowie der Drang zur Beschäftigung der Tiere hat dazu geführt, dass die Tür auf der Innenseite massiv Schaden genommen hat. Das innere Blatt der Tür muss nun durch ein Türblatt aus Aluminium oder Kunststoff ersetzt werden.
Für die Versorgung der Tiere mit frischem Grünfutter dürfen wir weiterhin bei der Firma „Waser“ Früchte und Gemüse, Salatrüstabfälle holen.
Martin Büchi, Präsident Verein Seevogel Davos
Unser neuer Flyer 2025: Hier zum Download (PDF):
| Name | Grösse | |
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seevogel-davos_flyer_2025-07 definitiv.pdf | 2'921 KB |
Die letzte Versammlung fand am 17. Januar 2025 statt. Das reguläre Geschäftsjahr des Vereins dauert jeweils vom 01. April bis zum 31. März. Mit der Hauptversammlung im Juni sollten wir nun in einen regelmässigen Turnus kommen. Der Jahresbericht fällt entsprechend kurz aus, da seit der letzten Versammlung ja nur gerade ein halbes Jahr vergangen ist.
Die im letzten Bericht erwähnten Probleme mit dem Einfrieren des Abflusses und schlussendlich doch noch vereisen des Wassereinlaufs in die Pumpe, haben dazu geführt, dass wir die Enten und Gänse erneut umplatzieren mussten. Nach Ostern duften sie wieder zurück an den See.
Um das Problem dauerhaft zu beheben, laufen einerseits Gespräche mit dem Erbauer des Stalles, um die Dämmung des Bodens und des Bereichs unterhalb des Stallbodens zu verbessern und beim Wasserzulauf werden wir mit dem Bauunternehmer, der im Auftrag der Gemeinde den Kanal sanieren wird, schauen, dass für die Pumpe eine geeignete Vertiefung im Kanalboden gemacht wird. Der im letzten Bericht erwähnte Zaun wurde inzwischen erstellt. Die Anlage erscheint dadurch um einiges gepflegter. Zum Bezahlen dieses Auftrages wurden wir von einer privaten Stiftung erneut mit einem grosszügigen Betrag unterstützt.
Die Gänse haben sehr früh im Jahr angefangen Eier zu legen. Nach dem Einzug im Stall am See hat die eine Gans begonnen zu brüten. Diese Brut wird in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Ob sie erfolgreich sein wird, kann jetzt, beim Versand der Einladung an die Versammlung noch nicht gesagt werden. Seit drei Tagen legt jedoch die andere Gans ebenfalls Eier und hat ein Nest gebaut. Sie wird wohl in ca. einer Woche ebenfalls anfangen zu brüten.
Die Enten sind schon wenige Tage nach der Rückkehr in den Stall am See hinunter zum Wasser gewatschelt. Der Ruf der Freiheit und die Sehnsucht nach der grossen Badegelegenheit waren offensichtlich sehr gross. Sie sind jedoch über Nacht nicht mehr zum Stall hinaufgekommen. Wenn sie auf dem Wasser übernachten, sind sie vor Räubern wie dem Fuchs sicher. Wir haben sie aber nun schon länger nicht mehr gesehen. Vermutlich wurden sie doch auf dem Weg zurück zum Stall vom Fuchs überrascht. Hier stellt sich die grundsätzliche Frage, was höher zu gewichten ist: Ein Leben in Freiheit mit erhöhtem Risiko oder ein Leben in Gefangenschaft und dafür mit mehr Sicherheit.
Als nächstes wird nun die Beschriftung am Stall angebracht. Es werden mehrere Tafeln mit Informationen und den Namen der Gönner und Spender angebracht werden.
Martin Büchi, Präsident